Dienstag, 1. Oktober 2013

Leise schleicht die Wehmut - vier Jahre Erfurt

 "In meinem Kopf lebt zwar das Bild von einem rosigen Himmel und von einem grünen, blütenreichen Garten Eden, aber ich weiß sehr genau, daß meine Füße einen steinigen Pfad beschreiten müssen und sich rings um mich drohende, dunkle Gewitterwolken ballen, denen ich nicht ausweichen darf." 
[Charlotte Bronte - Jane Eyre]
 Als ich am 20.01.2010 diese Zeilen in meinem Tagebuch zitierte, hätte ich eigentlich in meiner jugendlichen Kücken-wird-flügge-Naivität nicht damit gerechnet, dass nochmal alles gut wird. Erfurt hat es mir anfangs sehr schwer gemacht - vor allem durch seine eigenartigen Bewohner...


Aber war die Zeit hier nicht wundervoll?

Was haben wir alles erlebt...

Unzählige Stunden unter der Brücke, ulkige WATA-Spiele, brennende Mülltonnen und scheppernde Steine auf Autos, gruselige Filmwochen, ausgiebige Kneipentouren, sonnige Tage im Stadtpark, verrauchte Nächte in der Küche, krasse Konzerte und geniale Opernbesuche, durchgepeitschte Straßenbahnfahrten (am EGAPARK entlang xD), köstliche Spezialitäten aus anderen Zeiten und Ländern, nächtliche Schreckmomente mit Francois Dulac, oh ... Monsieur Dulac <3, Salami in New-Yorker-Tüten, verschollene Tassen, helfende Selbsthilfegruppen, Eier-Action, Paranoia durch sinnlos angebrannte Zigaretten oder vergessene Glätteisen, Lady-Gaga-Ohrwürmer und sooo vieles mehr...

Und dann waren da am Ende noch die wunderschönen Abende bei F. und S.
(Warum haben wir uns nicht schon vor vier Jahren kennengelernt? Sooo viel Zeit brauchen wir noch!)

 Ach, du lästige Wehmut ... momentan brauche ich mehr Mut als Weh ...

1 Kommentar:

  1. "Monde und Jahre vergehen, aber ein schöner Moment leuchtet
    das Leben hindurch."
    [Franz Grillparzer] :)

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